Picasso versus Scheibitz

Mit einer Sonderausstellung zieht die Berliner Sammlung Berggruen einen künstlerischen Spannungsbogen zwischen den Welten

Ein richtiger Vergleich oder gar eine Begegnung ist nicht möglich. Pablo Picasso lebte von 1871 bis 1973. Thomas Scheibitz wurde erst 1968 in Radeberg bei Dresden geboren. Was sie eint, ist die Kunst. Beide sind vom Können und vom Herzen her Maler und Bildhauer. Leidenschaftliche.

Das Museum Berggruen in Berlin, Teil der Staatlichen Museen zu Berlin www.smb.museum widmet sich im Besondern der Kunst Pablo Picassos. Noch bis zum 2. Februar 2020 aber zieht das Haus in der Sonderausstellung „Picasso versus Scheibitz“ einen Spannungsbogen von der Klassischen Moderne Picassos in die Kunst der Gegenwart von Scheibitz. Mehr als 40 Werke machen die ähnlichen Haltungen der beiden Künstler in Bildern und Skulpturen deutlich. Was da passiert, erschließt sich dem Betrachter nicht auf den ersten Blick. Es sei denn, er hat sich vorher mit der Personalie beschäftigt.

Picasso (1881-1973) war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein gesamtes Werk wird auf etwa 50 000 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken geschätzt. Weltweit bekannt ist bis heute die Taube, die er 1949 als Symbol des Friedens entwarf. Einen besonderen Platz in der Berliner Ausstellung hat auch das Bildnis von Georges Braque. Der französischen Maler, Grafiker und Bildhauer Braque (1882-1963) gehört zusammen mit Picasso zu den Mitbegründern des Kubismus.

Thomas Scheibitz, Jahrgang 1968, lernte zunächst den Beruf des Werkzeugmachers. Von 1991 an studierte er Malerei an der Dresdner Hochschule für Bildenende Künste (HfBK). Seine erste Ausstellung hatte Scheibitz im Jahr 1995. Ähnlich wie Picasso beschäftigt sich Scheibitz in der Malerei, in seinen Skulpturen und Zeichnungen mit den bildnerischen Möglichkeiten von Abstraktion und Figuration.

In der direkten Gegenüberstellung der Werke der beiden Künstler sind inhaltliche Parallelen in der Darstellung der Welt zu ihren Schaffenszeiten ebenso zu entdecken, wie die Unterschiende im damaligen Paris und dem heutigen Berlin. Wer die Sonderausstellung richtig für sich entdecken will, sollte unbedingt den Audioguide nutzen und das kleine Handblatt zu den Werken Piccassos.

Übrigens ist nicht nur die Sonderausstellung sehenswert. Unter dem gleichen Dach sind auch Klee, Cezanne und Matize zu sehen. Gleich gegenüber lädt eine weitere Kunstsammlung ein und das Areal zwischen Berggruen und dem nahe gelegenen Jüdischen Museum ist so etwas wie eine Museumsmeile. Hier verweisen Straßenschilder mit Namen und Telefonnummern deutschlandweit auf Museen aller Genres. Fotos: Autorin

 

Info: Museum/Sammlung Berggruen, Schloßstraße 1, 14059 Berlin, geöffnet Di bis Fr 10 bis 18 Uhr, Sa/So ab 11 Uhr

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