Zeitreise zu Land, zu Wasser und in der Luft – ein Besuch im Verkehrsmuseum Dresden

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Besuch ist fast immer eine Herausforderung. Ganz besonders, wenn es um Enkelkinder geht. Was können wir unternehmen, ohne gelangweiltes Augenrollen herauf zu beschwören. Mein kleiner Besuch wollte jüngst in den Winterferien die neuen Spielplätze im Wohngebiet testen, mit mir basteln, einkaufen gehen und möglichst viel Computer spielen. Das Letztere wollte ich so weit wie möglich einschränken. Also setzte ich einen Museumsbesuch auf den Plan. Die Begeisterung des Siebenjährigen hielt sich ins Grenzen. Dass es das Verkehrsmuseum sein sollte, erzeugte ein leicht Interessiertes „Na gut“. Was soll ich sagen, am Ende waren es zwei gelungene Ferientage. Dank seiner Ideen und des Dresdner Verkehrsmuseums.

Das Dresdner Verkehrsmuseum als Einrichtung wurde 1952 gegründet. Zwei Jahre später zog es dann in das Johanneum am Neumarkt ein und weitere zwei Jahre später, 1956, öffnete anlässlich der 750-Jahr-Feier Dresdens, die erste Ausstellung. Sie war überschrieben mit „120 Jahre sächsische Verkehrsgeschichte“. Im fast schon gewohnten Zweijahres-Rhythmus folgte 1958 die Eisenbahnausstellung. Ein Jahr später die Dauerausstellung zur Geschichte der Schifffahrt. Im übrigen ist das Renaissancegebäude von Anfang an mit dem Thema Verkehr verbunden. Es diente ab 1586 dem sächsischen Hof als Stall. Eine Kutschenausstellung erinnert an die Zeit, als man noch mit Pferd und Wagen unterwegs war.

Heute kann sich der Besucher in Dauerausstellungen auf mehreren Etagen über die Verkehrszweige Straße, Schiene, Luft und Wasser informieren. Dazu kommen Sonderausstellungen und ein Erlebensbereich für Kinder. Anfassen und benutzen ist hier ausdrücklich erwünscht. Nicht nur Eltern und Großeltern schauen dem Nachwuchs beim Spielen zu. Kindergruppen sind ebenso willkommen und man kann hier sogar Geburtstage feiern.

Entdecken und erkunden, hören und lesen – das alles lädt nicht nur die jüngeren Besucher ein. Eisenbahnfans jeden Alters drängeln sich an der riesigen Modelleisenbahn-Anlage. In anderen Bereichen stehen Besucher mit Kopfhörern vor Bildschirmen und verfolgen die dargestellten Ereignisse. An den Zwei- und Vierrädern diskutieren Besucher die Vor- und Nachteile der Fahrzeuge vergangener Zeiten und der neuesten Generation. Und wer davon träumt, einmal Lokomotivführer zu sein, bekommt im Führerstand einer Dampflok ein kleines Gefühl dafür. Vor dem Hochrad stehen Besucher Schlange fürs Foto und im Foyer schließlich tauscht eine Kindergruppe die Ergebnisse ihrer Maus-Tour aus – einem interessanten Wissensspiel, an dem sich als Nachhilfe auch die Erwachsenen gern beteiligen.

Neugierig geworden? Das Verkehrsmusuem Dresden www.verkehrsmuseum-dresden.de ist nicht nur in den Ferien einen Besuch wert. Es hat Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Ostern und Pfingsten auch montags, geöffnet. Tickets gibt es vor Ort oder online. ©Sabine Bachert

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