Meine Sommerspaziergänge 2018 (7)

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Heute: Valkenburg aan de Geul – Unser „Nachtquartier“ entpuppt sich als attraktiver Ort für interessierte Touristen

Weltreisen sind nicht so mein Ding. Ich treibe mich lieber in Europa herum. Einiges habe ich mir schon angesehen, allein, mit Freunden oder der Familie. Doch ich war noch nie in Holland. Im letzten Herbst beschloss ich – das soll sich ändern. Amsterdam sollte es werden. Am Ende standen Maastricht samt Sommerkonzert von Andre Rieu und Amsterdam auf dem Reiseplan. Zu Dritt machten wir uns von Berlin aus auf den Weg – mit dem Zug. Was gelegentlich ziemlich abenteuerlich war – Zugverspätung, Ausfall und verpasste Anschlüsse. Doch wir nahmen es mit Humor. Uns trieb ja nichts weiter als die Lust aufs Nachbarland.

In Valkenburg – nur einen Katzensprung von Maastricht entfernt – bekamen wir trotz Saison und bevorstehenden Konzerten von Andre Rieu auf dem berühmten Vrijthof – ein ansprechendes Quartier. Mehr noch, die kleine Gemeinde entpuppte sich als interessanter, geschichtsträchtiger und tourismusfreundlicher Ort. Tagsüber kann man hier wunderbar bummeln und abends fühlt man sich wie in einem weltberühmten Urlaubsort. Alle Gaststätten und Bars haben Tische und Stühle so weit auf die Straßen gerückt, dass kaum ein Durchkommen ist. Sitzplätze sind  rar. Heimische und internationale Küche lassen keine Wünsche offen. Etwas abseits der übervollen Boulevards kehrten wir in „Oma’s Keuken“ ein. Eine gute Gelegenheit, den Tag Revue  passieren zu lassen.

Wir besichtigten – einer Empfehlung für Touristen folgend – eine der Grotten, in denen früher Mergel abgebaut wurde und deren Existenz in die Zeit der Römer zurück reicht. Genauer gesagt schlossen wir uns einer Führung durch die „Fluweelengrot“ an. Das Gänge Gewirr dieser Grotte, die unter der Burgruine liegt, wurde erst 1937 entdeckt. Früher diente es Rittern und Burgbewohnern als Fluchtmöglichkeit, falls die Burg von Feinden eingenommen wurde. Historische Zeichnungen an den Wänden berichten von aufregenden Zeiten, eine Kapelle kündet davon, dass Gläubige  unter der Erde Zuflucht fanden. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges fanden etwa 600 Valkenburger hier Unterschlupf. Heute kann man die Grotten nicht nur durchlaufen. Wenn sich Valkenburg von Mitte November bis Anfang Januar in eine Weihnachtsstadt verwandelt, werden auch in den Grotten Weihnachtsmärkte abgehalten.

Von der Fluweelengrot gelangt man direkt zur Burgruine, der einzigen Höhenburg der Niederlande. Die Burg, deren Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht, besteht zwar nur noch aus Überresten, doch bietet sich von hier ein großartiger Blick über Valkenburg. Beim Abstieg zurück in den Ort fallen uns Hinweise auf eine weitere Attraktion ins Auge – den Wilhelmina-Turm. Mit dem Sessel-Lift geht es hinauf. Während wir es uns im Schatten gut gehen lassen, bewundern wir die Mutigen, die sich per Seilrutsche von der Turmspitze aus ins Tal stürzen, blicken etwas neidvoll auf die, die auf der Sommerrodelbahn nach unten sausen und studieren die Angebote, die rund um die schönste Terrasse Valkenburgs Touristen und Einheimische anlocken. Minigolf und Kegelbahn, Music-Events am Abend und vieles mehr wird geboten. Unser Fazit: Valkenburg ist eine Reise wert. Von hier aus ging es weiter nach Maastricht. Text und Fotos: Sabine Bachert

http://www.valkenburg.nl

https://www.agogovalkenburg.nl

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