Meine Sommer-Spaziergänge 2018 (3)

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Orte mit Aha-Effekt. Heute Krka-Wasserfälle

Einen ganzen Urlaubstag widmeten wir den Krka-Wasserfällen. Mit 72 Kilometern ist die Krka der längste zentraldalmatinische Fluss. Die 20 Kilometer zwischen Knin und Skradin sind der Mittelpunkt des Nationalparkes Krka. Um auf die Tour entlang der Wasserfälle zu gehen, geht es zunächst mit dem Auto zum großen Parkplatz nahe Skradin. Von dort aus fährt alle halbe Stunde ein Schiff an den Ausgangspunkt der Wanderung. Man kann aber auch einen Bahn-Shuttleservice ab Lozavec nutzen.

Vor 70 Jahren wurde der Flusslauf zwischen dem Bilusiv buk und dem Skradinski buk erstmals als bedeutendes Landschaftsgut bezeichnet. Fast 80 Jahre später wurde daraus der Nationalpark Krka und seit 1997 hat er seine heutige Form. Obwohl der Nationalpark an sich schon sehenswert ist, sind die Wasserfälle für viele Besucher die Hauptattraktion. Kleine Wasserfälle zum schauen, mittlere und ganz große, in denen sich Badelustige tummeln, reihen sich aneinander. 12 Kilometer von der Quelle entfernt fällt zum Beispiel das Wasser über zwei Stufen fast 20 Meter in die Tiefe. Dann geht es vorbei am Brljansko jezero – einem wunderschönen See. An der Kaskade Miljacka wurde im Jahre 1906 ein Wasserkraftwerk erbaut. Entlang des Rundweges reiht sich so Geschichte an Geschichte. Die Faszination „Wasser“ wird immer wieder abgelöst von einer einzigartigen Flora und Fauna.

Ziemlich erschöpft, aber voller toller Eindrücke geht es Stunden später mit dem Boot zurück zum Ausgangspunkt. Nach einem Bummel durch das malerische Städtchen Skradin und einer kurzen Rast geht es weiter nach Zadar. Unser Ziel nach einem kleinen Stadtrundgang hier ist die Meeresorgel. Die im Jahr 2005 erbaute Meeresorgel besteht aus 35 Röhren, die stufenförmig in die betonierte Uferpromenade eingebaut wurden. Das ein- und ausfließende Wasser erzeugt Töne, die ein wunderbares Klangbild ergeben. Obwohl sie eigentlich immer zu hören ist, übt der Klang der Meeresorgel beim abendlichen Sonnenuntergang einen besonderen Reizt aus, dem auch wir uns nicht entziehen können.

Für ein entspanntes Abendessen kehren wir bei einem Italiener ein. Für mich ein Besuch mit Folgen. Ich verstauchte mir beim Verlassen der gastlichen Stätte den Fuß. Beim Klang der Wasserorgel und einem traumhaften Sonnenuntergang geriet jedoch mein Unfall fast in Vergessenheit. Mit kühlen Umschlägen, Arnika und Gelenksalbe, die mir die Familie spendierte, ging es die nächsten Tage weiter. Der Satz „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ hatte nun für mich einen besonderen Klang. Doch dazu in der nächsten Folge mehr. Fotos: Autorin

www.nationalpark-krka.de

 

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