Darf ich bitten?

Das Filmmuseum Potsdam lädt noch bis April 2018 zur Tanzfilmausstellung „Alles dreht sich…und bewegt sich“ ein

Seit der Stummfilmzeit geben Tanz und Musik bewegten Bildern Halt, ergänzen sie auf ganz eigene Weise oder untermalen zurückhaltend die Handlung. In einer Sonderausstellung widmet sich das Filmmuseum Potsdam derzeit in fünf Räumen diesem Thema. Wobei das Wort „Räume“ zu nüchtern ist. Wer sich darauf einlässt, wird entführt. In die Zeit des frühen Kinos, als Mary Wigman, Isadora Duncan, Rudolf von Laban oder Gret Palucca ausdrucksbetont und gemütserregend Filme prominent in Szene setzten. In die Zeit, als der Glamour der Ballsäle und rhythmische Discomusik Filme wie „Onegin“ oder „Saturday Night Fever“ eroberten. Der Besucher erhält Einblicke in aufwändige Choreographien aus Hollywood ebenso wie in deutsche Revuefilme der 1930er Jahre.

Nicht nur hier gehen die Macher der Ausstellung sparsam mit Texten um. Sie legen mit großformatigen Videoinstallationen Wert auf das Erleben selbst. Oder sie ziehen per Knopfdruck und Kopfhörer den Besucher ganz individuell in den Bann von Tanz und Musik im Film. Etwa wenn man Fred Astaire oder Gene Kelly zuhört und zusieht. Oder bei „Männer, die noch keine sind“ aus dem DEFA-Musical „Heißer Sommer“ rhythmisch zuckt. Dass Tanz, der auf der Leinwand so beschwingt und leicht daherkommt, vor allem harte Arbeit ist, erfährt man in Filmsequenzen aus der Alltag der Protagonisten. An einer Balettstange können Besucher das selbst erfahren.

Begleitet wird die sehenswerte Ausstellung von Filmen im hauseigenen Kino, von Führungen, Live Acts und Angeboten, die eigenes agieren ermöglichen.

Erlebnis-App für junge Besucher

Dass die Macher des Filmmuseums nicht nur der Geschichte nachgespürt haben, sondern ganz im Hier und Heute sind, belegt das Bonbon für die jüngeren Besucher. Sina, Julius und Luka erzählen, was Kinder und Jugendliche interessieren könnte. Dafür sind an sechs Stellen QR-Codes angebracht. Wer sie mit dem eigenen oder dem Handy der Eltern scannt, gelangt auf Mini-Hörspiele, die etwas zu genau diesem Gegenstand oder Filmausschnitt erzählen. Die Anleitung dafür steht auf einem Extra-Flyer. Text und Fotos: Sabine Bachert

Die Ausstellung im Filmmuseum Potsdam ist noch bis zum 22. April 2018 Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt 4,50 €/erm. 3,50 €

 

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