Schatzsuche in der Porzellanmanufaktur

Nach dem Museum lädt das Wellenbad zum toben ein

Der Wetterbericht hatte für den vorletzten Ferientag Sonne versprochen. Doch wie so oft in diesem Sommer hielt er nicht, was er ankündigte. Schon morgens erste Wolken und dann öffnete der Himmel seine Schleusen. Meine Enkelkinder schlossen demzufolge ihren Gute-Laune-Kanal. Der Älteste wollte nur baden! Das Pubertier fand seinen Bikini nicht und hatte auch sonst keine Idee. Selbst die Lütte rollte bei meinem Vorschlag, stattdessen in die Porzellanmanufaktur nach Meißen zu fahren ziemlich gelangweilt die Augen. Schließlich besiegte ich meinen Unmut angesichts von soviel Widerstand und sprach ein Machtwort. Die Ausblicke entlang der B 6 und die Aussicht auf ein leckeres Mittagessen ließ die Stimmung steigen und in Meißen kletterten dann doch ganz muntere Ferienkinder aus dem Auto.

Wieder einmal bestätigte sich, wer satt ist, ist zufrieden und offen. Bei „Da Stefano“ in der Neugasse verdrückten alle drei eine Pizza und die Bruschetta als Vorspeise fand ebenfalls Anerkennung – letztere hatten sie noch nie gegessen. Gestärkt ging es also zur Staatlichen Porzellanmanufaktur.

Nach der Erfindung des ersten europäischen Porzellans unter Mitwirkung von Böttger und Tschirnhaus – um nur zwei Namen ins Gedächtnis zu rufen – wurde die erste Porzellan-Manufaktur Meissen 1710 auf der Albrechtsburg in Meißen eingerichtet. Erst um 1861 entstand die heutige Betriebsstätte im Meißner Triebischtal. Hier fanden später auch das Porzellanmuseum und die Schauhalle ihren Platz. http://www.meissen.com

Sichtlich beeindruckt sahen sich meine Drei in der weitläufigen Empfangshalle um. Dann gab es noch so richtig was für Neugierige. Anna ließ sich darauf ein, mit Karte und Stift später auf Schatzsuche zu gehen und Lilli war davon angetan, dass sie für ihre Entdeckertour ein Tablet an die Hand bekam. Paul erklärte sich großzügig bereit, seine Schwestern bei der Suche nach dem Schatz zu unterstützen.

Zunächst aber ging es in die Schauwerkstatt. Es ist schon toll, wie ideenreich hier den Besuchern die Arbeit der Porzellan-Hersteller veranschaulicht wird. Vom Herstellen der Rohstücke per Töpferscheibe, über’s Zusammenfügen der schmückenden Details bis hin zum Bemalen sind alle Gewerke vertreten, per Audioübertragung gibt es Hintergrundinformationen und auch Fragen werden von den Mitarbeitern gern beantwortet.

In den zwei Museumsetagen führte die Schatzsuche die jungen Besucher per Karte und Tablet geschickt durch alle Räume, so dass keine Langeweile aufkommen konnte. Am Ende knackte Lilli den Code für die Schatztruhe, der sie ein Heft zur Porzellangeschichte entnehmen konnte, und Anna

durfte sich eine Porzellanmedaille aussuchen. Für Paul schoss ich ein Extra-Foto von einem Porzellan-Pfau. Das hatte er sich erbeten, da er zu Hause einen lebendigen Pfau hat. Unser gemeinsames Fazit: Ein lohnenswerter, interessanter Besuch im Porzellanmuseum Meißen.

Da alle drei abgelehnt hatten, auf dem Rückweg im Stauseebad Cossebaude doch noch baden zu gehen, suchten wir eine Bademöglichkeit in oder um Meißen. Und fanden sie mit dem Freizeitbad „Wellenspiel“. Hier endete unser gemeinsamer Ferienausflug mit ganz viel Spaß im nassen Element. Fotos: Autorin

 

 

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