Sommer-Tour 6: Oktoberfest auf der Hofewiese

Was für ein Kuddelmuddel. Vor wenigen Tagen begann laut Kalender der Herbst. Das Thermometer zeigt mittags noch immer sommerliche 24 Grad. Es ist September und das Fest heißt nicht nur auf der Hofewiese „Oktoberfest“. Ich find’s prima. So kann ich meine Sommer-Tour 2016 mit einem Fest im Herbst bei Sommer-Temperaturen und mit netten Leuten abschließen.

Fotos: Sabine Bachert
Fotos: Sabine Bachert

Fast wie zünftige Wanderer ausgestattet, ging es zunächst mit Tram und Bus zur Heidemühle. Von dort auf Schusters Rappen, heißt zu Fuß, rund 3,4 Kilometer durch die Dresdner Heide zum eigentlichen Tagesziel – der Hofewiese auf Langebrücker Flur. Erstmals im 16. Jahrhundert  urkundlich erwähnt und im ausgehenden 19. Jahrhundert mit einer Schankgenehmigung ausgestattet, wurde aus dem ehemaligen Vorwerk bald eine beliebte Ausflugsgaststätte. Und blieb es über hundert Jahre mit mehr oder weniger Erfolg. 1985 endete diese Ära, Wanderer mussten mit einem Kiosk vorlieb nehmen. Erst  1993 öffnete das Ausflugslokal wieder, um 2000 erneut dicht zu machen. Für Interessierte: http://www.dresdner-stadtteile.de

 

Investoren und Ideen kamen und gingen, es gab Streit und Diskussionen. Bis 2015. Da erwarb Holger Zastrow das Objekt. Als FDP-Politiker hat er schon öfters von sich reden gemacht. Nun ist er also auch noch Wirt. Ob der Spruch „Was lange währt, wird gut“ zutrifft, wird die Zukunft zeigen. Der Anfang ist jedenfalls gemacht, auch wenn das eigentliche Lokal noch geschlossen hat. Dessen Wiederaufbau erfordert Geld und Geduld gleichermaßen. Den ganzen Sommer über lud die Hofewiese erst wochentags, dann auch an Wochenenden ein. Im September hatten diese ein Motto. Dem Weinfest folgte das Federweißerfest und schließlich das Oktoberfest. Das Angebot wird gut angenommen, so Holger Zastrow. Ihm bereitet es sichtlich Vergnügen, Gastgeber zu sein. Am letzten Septemberwochenende jedenfalls blieb kaum ein Gartenstuhl mal länger frei. Auf der weitläufigen Wiese etwas entfernt von Blasmusik und Co. machten es sich Besucher im Liegestuhl bequem, Familien tummelten sich hier mit ihrem Nachwuchs. Der Feststellung: „Es gibt bloß Bratwurst, Salat oder Suppe“, folgte oft aus den eigenen Familien-Reihen die Antwort: „Na und, reicht doch zum Bier“. Natürlich gab und gibt es auch Kaffee und Kuchen, Alkoholfreies oder Wein. Alles, was einen Familienausflug lohnenswert und vor allem erschwinglich macht. Und erreichbar ist die Hofewiese auch für alle. Mit dem Auto kann man fast bis zum Eingang fahren, Wanderer können zwischen kleinen und großen Touren etwa ab Dresden oder Langebrück wählen und Radfahrer sind sowieso willkommen. Ach ja, Reiter und Pferde auch.

Mit dem Oktoberfest endet die Saison der Hofewiese nicht. Am 8. und 9. Oktober findet ein Waldfest statt, Halloween wird’s gruselig zugehen, ein kleiner Weihnachtsmarkt ist geplant. http://www.landgut-hofewiese.de

Na dann, auf ein Wiedersehen. Vielleicht in der Dresdner Heide. Auf jeden Fall auf dieser Seite. Neue Ideen und Geschichten, Menschen und ihre Vorhaben warten darauf, vorgestellt zu werden.

2 Comments

  1. Ich habe heute die Sommer-Tour in „einem Ritt“ durchgelesen und mein Urteil, toll gemacht und es macht Lust
    diese Wanderungen mal mit zu machen, bzw. zu wiederholen. Auch ich bin eine „etwas länger jung gebliebene“
    man fühlt sich gleich viel besser!!!!!

    Gefällt 1 Person

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