Sommer-Tour 5: Schloss Biesdorf

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Im August habe ich an dieser Stelle erklärt, dass ich auf meiner weiteren Sommer-Tour in Dresden unterwegs sein will – eingeschlossen das direkte Umland. Ich sag‘ es mal leger: Was interessiert mich mein Geschwätz von neulich. Der Sommer ist weiterhin wunderbar und so binde ich mein September-Reiseziel einfach mit ein – Berlin.

Ich habe mir sagen lassen, dass vor 55 Jahren – am Geburtstag meiner Lieblingsnichte – das Wetter ebenso sonnig war. Also fand das Fest im Garten statt. Die Feier mit vielen netten Leuten lasse ich aus. Und auch das 2. Lollapalooza-Musikfestival, für das in Treptow ganze Straßenzüge einfach mal zwei Tage gesperrt wurden. Uns zog es am Wochenende des offenen Denkmals in ein kleines, aber feines – ins Schloss Biesdorf mit seinem wunderschönen Park.
Die spätklassizistische Turmvilla wurde 1868 von dem Berliner Architekten Heino Schmieden gebaut. Park und Schloss gehörten über Jahre der Industriellenfamilie Siemens. Seit 1927 ist der Bau im Besitz der Stadt Berlin. 1945 wurde das Schloss durch einen Brand zerstört. Anfang der 1960 Jahre wurde das was davon übrig war, als Dorfclub genutzt. Später erfolgte der Umbau in ein Kulturhaus. Erst 2001 gründete sich der gemeinnützige Verein „Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf e.V.“ . Deren Mitglieder wollten nicht nur das historische Schloss wieder aufbauen. Zu ihren erklärten Zielen gehört es auch, das Schloss und den umgebenden Park zu einem kulturellen Anziehungspunkt zu machen.

Es ist ihnen gelungen. Äußerlich anziehend und denkmalgerecht wieder hergestellt, bietet es im Inneren neben dem üblichen Museums-Shop ein Cafe und Raum für Ausstellungen. Ein kleiner Festsaal kann für verschiedenste Veranstaltungen gebucht werden. Ich wünsche den Betreibern auf jeden Fall viele interessierte Besucher, damit das Schloss wird, was sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hat: Ein Ort der Kultur und der Begegennung. http://www.stiftung-schloss-biesdorf.de/
Nach der Ausstellung und einem Besuch im Cafe nahmen wir uns Zeit für den rund vier Hektar großen Park. Wunderschöne alte Bäume, einladende Rasenflächen, ein Springbrunnen, der Lesegarten und der Teepavillon machen aus dem Ganzen eine bezaubernde Oase der Erholung. Noch gebaut wird derzeit am Eiskeller. Im Mai 2010 hat der Schlosspark Biesdorf den Green Flag Award erhalten – einen Preis, der in Großbritannien für Parkanlagen vergeben wird, die sich der Öffentlichkeit offen, besucherfreundlich und sauber präsentieren. https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/

Es hat sich gelohnt, einmal abseits der üblichen Touristenziele in Berlin unterwegs zu sein. Und ich bin sicher, davon gibt es noch viel mehr, nicht nur in Marzahn-Hellersdorf. Obwohl, 2017 wird es mich wohl wieder in diesen Berliner Stadtbezirk ziehen. Dann lädt vom 13. April bis zum 15. Oktober die Internationale Garten-Ausstellung (IGA) in einer der größten Plattenbausiedlungen ein, diesen Stadtbezirk und Berlin zu erkunden, mit den erweiterten Gärten der Welt, dem Areal am Kienberg und der Seilbahn. http://www.iga-berlin-2017.de

Fotos (3): Sabine Bachert

Ein Kommentar

  1. Sehr interessant und macht Lust auf eine Reise nach Berlin. Ich denke, spätestens 2017, sollte ich das in Erwägung ziehen. Den die internationalen Gärten in Marzahn sind einfach sehenswer.t

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