Meine Sommertour 2016

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3. Station – Weimar

Als meine drei großen Enkel noch Minis waren, fuhr ich in den Sommerferien mit ihnen zu Verwandten. Inzwischen sind sie größer, die Interessen verschieden, mein Auto zu klein für alle Vier. Also gibt es geteilten Urlaub mit Omi. Die meiste Zeit habe ich in diesem Jahr der Elfjährigen gewidmet. Ihr Wunsch-Reiseziel Frankreich scheiterte an der Sprache. Ich schlug ihr stattdessen Weimar vor und erntete Zustimmung. Also noch einmal in diesem Jahr der Goethe. Diesmal nicht mit Bus oder Flugzeug, sondern mit „Charly“ und vollem Tank nach Thüringen.

In der Pension Charlot, zehn Minuten zum Zentrum, heißt man uns freundlich willkommen. Ein helles  Zimmer, die Betten mit dem Nachttisch getrennt. Nicht unwichtig für Pubertiere (Pubertierende Jugendliche), am Ende des Tages braucht’s ein bissel Privatsphäre mit Kopfhörer und Handy  – wofür auch immer. Wir starten wie unzählige andere Touristen mit einer Stadtrundfahrt im Panoramabus. Anschließend schlendern wir durch die Stadt. Wir haben einen ersten Eindruck gewonnen.

Da das Wetter eher kühl ist, entscheiden wir uns am nächsten Tag fürs baden gehen in der Therme Hohenfelden. Da ich kein Frosch sein will, wage ich mich auf eine der drei Rutschen, stürze in die Tiefe und kann auf die Frage: Wollen wir nochmal? Nur den Kopf schütteln. Mir ist noch immer ganz schummerig. Der Rest des Badetages ist relaxen in der Sonne, paddeln im Strömungskanal, schwimmen und einfach Wasserspaß haben.

Und dann Goethe, das volle Programm. Nach dem Frühstück eilen wir zur Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Und haben Glück. Es dürfen täglich nur 285 Personen rein. Wir gehören zu den ersten. Ausgestattet mit einem Audioguide geht es vom Erdgeschoss nach oben ins Kunstkabinett und weiter in den Rokokosaal. 1766 wurde der Bibliothekssaal auf Anweisung der Herzogin in das Renaissanceschloss eingefügt. Hier stehen Schätze. Bücher – in die nicht nur Lilli gern mal reingeschaut hätte – Bilder, Büsten, Kunsthandwerk. Nach dem Brand von 2004 wurde die Bibliothek 2007 wieder eröffnet und gehört zum UNESCO Welterbe.

Weiter geht es erst zu Goethes und danach zu Schillers Wohnhaus. Ich bin beeindruckt, wie interessiert mein Ferienkind die Klassiker in sich aufnimmt. Und sie hat eine Meinung. Findet zum Beispiel, dass Schiller wohl auf Grund seiner vier Kinder sein Haus viel freundlicher eingerichtet hat als Goethe. Zum Abschluss des Tages geht es noch zum Theaterplatz mit dem Denkmal von Goethe und Schiller.

Tag vier ist ein gemischter. Die Lütte hat ihr Waveboard im Gepäck. Also machen wir uns auf zum Ilm-Radweg. Fast drei Kilometer kann sie hier kurvig und  schnell unterwegs sein. Ich habe die Bequemschuhe angezogen und laufe tapfer hinter ihr her. Unser Ziel ist Schloss Tiefurt samt Schlosspark. Das einstige Pächterhaus des Kammergutes diente unter anderem Herzogin Anna Amalia als Sommersitz. Goethe, Herder, Wieland und Schiller waren hier. Wir nun also auch.

Das war sie, meine Sommertour 2016. Viel Spaß beim Weiterlesen auf  http://cosel10site.me

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