Schöne Künste – ganz nah

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„Nie wieder möchte ich so blind durch die Welt taumeln, wie ich es noch vor Deiner Gegenwart in meinem war.“

Dieses Zitat stammt aus einem Brief, den Fürst Pückler an eine Angebetete geschrieben hat und den man sich zur eigenen Freude oder zum weiterreichen ausdrucken kann. Damals wird er Pücklers „Augenstern“ erfreut haben. Heute drücken die Worte aus, was ich wohl mit tausend anderen teile – Empfindungen nach der SZ-Entdeckertour  im Schloss Bad Muskau.

Bevor vom schauen und wandeln müde, ging es zuerst treppauf. Der Blick  ins Land und auf das Areal aus 35 Metern Höhe vom Schlossturm  hat sich gelohnt. Noch dazu bei diesem Wetter – blauer Himmel, ein paar weiße Wolken, wunderbares Licht. Und dann die Sonderausstellung „Italienische Landschaft der Romantik. Malerei und Grafik“. Über 20 Meisterwerke aus dem Albertinum Dresden sind hier noch bis zum 21. August zu sehen. Ein Tour-Bonbon die Lesungen in der Ausstellung und im Festsaal im Neuen Schloss.

Führungen durch das „Gartenkunstwerk von Hermann Fürst von Pückler-Muskau“ nehmen mit  in die Lebenswelt des umtriebigen Herrn, vermitteln ältere und jüngere Geschichte inklusive einem Blick auf die Gartenseite im Nachbarland Polen. Eine schöne Leichtigkeit erfasst einen, für Stunden ist man eingenommen von diesem italienischen Flair, das alle Misslichkeiten des Alltags ausblendet. Vielleicht kommt es auch daher, dass wir vorher die Ausstellung im Neuen Schloss erlebt haben. Man kann es nicht anders sagen, denn was die Macher hier eingerichtet haben, ist einfach schön. Leichtigkeit und Geschichte, Bilder und Texte, die Kutschfahrt durch die Geschichte – man erlebt die Ausstellung „Fürst, Reisender, Schriftsteller, Frauenheld, vor allem aber Gartenkünstler“. Von 1815 bis 1845 plant und errichtete Hermann Fürst von Pückler-Muskau den Muskauer Park. Er musste später das  Anwesen verkaufen, es wurde umgebaut, im Krieg zerstört, war dem Verfall Preis gegeben und seit Mitte der 1990er Jahre wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, Denkmal gerecht wieder aufgebaut. Heute verwaltet es eine Stiftung, wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Ein Kleinod, das immer eine Reise Wert ist.

http://www.muskauer-park.de

 

 

Ein Kommentar

  1. Gut gesehen, Sabine! Wir waren auch schon mehrmals hier. Zu DDR-Zeiten, mit den DJV-Senioren und oft mit privaten Gästen. Alle waren begeistert. Für mich waren der positive Wandel im Schloß und Park beeindruckend. 1991 war ich erstmalig im polnischen Teil des Parks und habe das Schloß vom nun wieder freigelegten Pückler-Stein fotografiert.
    Mach weiter so!
    ROLF

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